Das Schicksal fragt nicht …

… um Erlaubnis

… ob es gerade passt 

… ob man bereit ist.

Salvete!

An und für sich vermeide ich es nach Möglichkeit, mich übermäßig zu beschweren und/oder rumzujammern.  Passiert es mir dann doch, ärgere ich mich meist sehr über mich selbst.  

Es sei also erwähnt, dass ich mich keinesfalls großartig beklagen will. Alles in allem läuft es bei mir ganz gut und ich/wir haben alles was man braucht.

Ebenso teile ich normalerweise nur mit wenigen Menschen, was mich so umtreibt. Oft nichtmal das. 

Aber im Moment muss ich mir einfach so manches von der Seele schreiben, um mal wieder eine Nacht richtig zu schlafen.


Genug der Einleitung. Also, was soll das Schicksalsgeplänkel? 

Nunja, in den letzten Monaten ist vieles passiert das mir, mal mehr mal weniger deutlich, gezeigt hat, wie sehr man an so vielen Dingen einfach ‘vorbei’ lebt. Ich für meinen Teil bin ein sehr pessimistischer Mensch, lebe stets mit der Einstellung ‘wenn du vom Schlimmsten ausgehst, dann hält sich die Enttäuschung am Ende in Grenzen’ (oder die Freude über einen Erfolg ist umso größer.)

Meistens fahre ich damit auch ganz gut, denn es bedeutet nicht, dass ich mich weniger anstrenge um Ziele zu erreichen oder Ähnliches. (Sicherlich nicht immer. Manchmal könnte mir vielleicht ein wenig mehr Optimismus nicht schaden, hab ich mir sagen lassen. Aber nur vielleicht)

Schwieriger wird es dann, wenn eben jenes Schicksal, oder wie auch immer man es nennen will, völlig unerwartet und ungefragt zuschlägt. So wie Beispielsweise letzten Sommer. Oder letzte Woche … aber eins nach dem Anderen.

Nachdem es die letzten Jahre ohnehin oft nicht leicht war, lief es im letzten Jahr eigentlich ziemlich gut. Ich habe mich sehr auf die Hochzeit meiner Freundin gefreut, auf der ich Trauzeugin sein durfte, und auf die auch mein Lebensgefährte mitkommen wollte. Endlich mal eine Sache, die wir gemeinsam als Familie machen wollten und dann auch gleich eine so schöne. An einem Wochenende, kurz vor beginn der Sommerferien, hatten wir (vor allem er) uns also noch darüber ausgelassen und amüsiert, dass er mich niemals wieder in einem apricot-farbenen Kleid sehen würde, das müsse er ausnutzen.

In der Woche darauf kam er dann einfach nicht mehr. Vier Tage lang schwankte ich zwischen Sorgen machen und darüber ärgern, dass er sich nicht meldet. Dann hat er mich aus dem Krankenhaus angerufen. (Details tun nichts weiter zur Sache) Zur Hochzeit bin ich dann allein mit den Kindern gefahren und die Familienzeit bestand in diesem Sommer aus Klinikbesuchen. (Die ohne Angelique kaum möglich gewesen wären, da auch mein Auto kaputt war. Hierfür nochmals ein riesiges Dankeschön! Ebenso  Danke an meine liebe Nesrin, die in der Zeit auch einige Tage hier war, eigentlich um Urlaub zu machen, und mir eine wichtige Stütze war, obwohl es ihr selbst nicht immer so gut ging. Hab euch lieb!)

Heute geht es ihm glücklicherweise wieder gut soweit, aber es hat sehr deutlich gemacht, wie wertvoll jede einzelne gemeinsame Minute ist. 

Die ebenso gnadenlose Erinnerung an diese Tatsache kam dann vor ein paar Tagen: Ich saß gerade beim Morgenkaffee und habe noch über eine Sache nachgedacht, die ich am Mittag mit einer lieben Kollegin bereden wollte. Nichts wichtiges, nur eine Kleinigkeit. Aber ich habe mich darauf gefreut, weil wir uns immer wirklich gut verstanden haben.

Nur wenige Minuten später stand dann fest, es wird diese Unterhaltung nicht geben. Die Kollegin war einen Tag zuvor überraschend verstorben. Eine Nachricht, die mich mit voller Wucht und absolut unerwartet getroffen hat.

Noch jetzt sitze ich hier, bin unfassbar traurig und kann es eigentlich überhaupt nicht begreifen. Ein wundervoller Mensch musste viel zu früh gehen und hinterlässt neben den Menschen die um sie trauern, auch viele traurige Tierseelen. (Vor allem ihrer Familie wünsche ich an dieser Stelle viel Kraft, diese Zeit zu überstehen.)

Mir haben diese Ereignisse deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, die Zeit die man mit seinen Lieben hat zu genießen.

 Ich bin ja eher eine Eigenbrötlerin. Das bin ich gerne und werde es wohl auch immer bleiben. Aber die wenigen Menschen in meinem Leben, die mir etwas bedeuten, sind mir dafür umso wichtiger und ich will versuchen, die gemeinsame Zeit möglichst bewusst zu genießen und nicht als etwas selbstverständliches zu sehen, denn das tun wir leider viel zu oft. Dazu gehört beispielsweise auch, nicht im Clinch auseinander zu gehen. Es ist schon schlimm, sich von jemandem zu verabschieden, ohne zu wissen, dass es das letzte Mal war, dass man denjenigen gesehen oder gehört hat. Noch schlimmer wenn man das im Streit tut.

 

Kurzum:

Genießt auch die scheinbar nichtigen Dinge im Leben wieder etwas bewusster. Sei es auch ‘nur’ ein schöner Sonnenuntergang oder was auch immer ihr gerne mögt. Und vor allem: Nutz die Zeit mit den Menschen die euch wichtig sind. Man kann nie wissen, wie lange man das noch kann!

Valete!

Ferra

 

Ferras BlaBla

Bla bla bla blablub….

 

 

Nein schon gut. 😜

Tja was gibt’s zu der Woche zu sagen…

Allem voran: Ich hab meine Kurzgeschichte für kommende Woche fertig!!!

Und sonst, ja das Finale rückt näher und zumindest ich brauche meine kreativen Reserven grade dafür.

Aber es läuft, und wenn ich mich dann auch noch für eine Variante der Schlussszene entscheiden kann, stehen die Chancen gut, dass die Geschichte bald einen Abschluss findet 😆

 

Valete!

Ferra

(Was soll das jetzt hier???? Klick)